Das Problem haben die Betroffenen? – Der Umgang mit Legasthenie und Dyskalkulie an unseren Schulen und Hochschulen und dessen Folgen

Vortragende: Prof. Dr. Torsten Kies (Vorsitzender des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie Sachsen-Anhalt) und Christian Müller (Uni Halle)

Probleme beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen sind kein seltenes Phänomen im Schulalltag, oft zeigen sich Probleme schon in der frühsten Phase der Grundschule. Ausweichendes Verhaltens von Schülern bei schriftlichen Arbeiten und Rechenaufgaben sind nicht selten und führen mitunter zu Konflikten zwischen Schüler und Lehrer. Dabei kann eine Früherkennung von Legasthenie oder Dyskalkulie helfen, später entstehenden Problemen vorzubeugen. Im frühen Kindesalter ist es mitunter für ungeschultes Lehrpersonal sehr schwer, die Symptome zu erkennen, da diese auch bei anderen Einschränkungen, wie zum Beispiel LRS oder allgemein bei Lernbehinderungen auftreten. Da es sich bei Legasthenie und Dyskalkulie um nicht sichtbare Beeinträchtigungen handelt, ist hier das Konfliktpotenzial hoch, ebenso ist die gesellschaftliche Akzeptanz noch immer sehr niedrig.

Legasthenie und Dyskalkulie werden im Schul- und Hochschulkontext bis in die Gegenwart noch immer als Randphänomen betrachtet. Viele Betroffene versuchen die oft auftauchenden Probleme in der Schule wie auch im Studium zu verbergen. Eine Sensibilisierung des Umfeldes ist demnach notwendig, damit sie im Bildungssystem eine faire Chance erhalten.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie beim Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie sowie auf dessen Youtube-Plattform.

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