Inklusion an Hochschulen – alles auf einem guten Weg?

Vortragende: Dr. Christiane Schindler (Referatsleiterin der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks)

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat in Deutschland eine breite öffentliche Debatte um die Bildungssituation von Menschen mit Behinderungen ausgelöst. Unter dem Stichwort „Inklusion“ fokussiert diese Debatte stark auf den Bereich der Schulbildung. Die Hochschulen sind häufig nur insoweit im Blick, als an ihnen Lehrerinnen und Lehrer für eine inklusive Schulbildung ausgebildet werden und daher diskutiert wird, wie Inklusion in den pädagogischen Studiengängen gelehrt und gelernt werden kann. Diese Diskussion blendet aus, dass Hochschulen vor allem ein Ausbildungsort für junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sind. Es stellt sich die Frage: Wie inklusiv ist das deutsche Hochschulsystem? Haben junge Menschen mit Beeinträchtigungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt Zugang zur allgemeinen Hochschulbildung, wie es die UN-BRK fordert? Unstrittig ist: Die Grundvoraussetzung für eine inklusive Bildung ist im Hochschulbereich wesentlich günstiger als im Schulbereich. Hier gab und gibt es keine separierenden Einrichtungen: Hochschulbildung ist grundsätzlich ein gemeinsamer Prozess für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Gleichwohl gibt es auch hier vielfältige Barrieren, auf die junge Menschen mit Beeinträchtigungen beim Zugang zum Studium und im Studienalltag noch immer treffen. Und nicht zuletzt muss auch immer wieder darauf geachtet werden, dass bereits Erreichtes nicht zurückgedrängt wird.

Einen Artikel von Dr. Christiane Schindler zum Thema finden Sie hier.

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