Die studentische Vielfalt beschreiben – Heterogenität und Heterogenitätsdiskurse

Prof. Dr. Philipp Pohlenz (Universität Magdeburg)
Korreferentin Dr. Kathrin Hirschinger (Gleichstellungsbeauftragte der Uni Halle)

Heterogenität und Diversität sind vergleichsweise neue Topoi in der hochschulpolitischen Debatte. Insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklungen wird die mutmaßlich steigende Heterogenität der Studierenden von den Hochschulen und der Hochschulpolitik thematisiert. Dieser sei wertschätzend zu begegnen, um zu einer Öffnung der Hochschulen und zu einer breiteren Beteiligung an Hochschulbildung beizutragen. Gleichzeitig wird Heterogenität und Diversität in eher defizitorientierter Perspektive diskutiert: Studierende seien mit (zu) unterschiedlichen Ausgangsbedingungen ausgestattet, Abweichungen von der Normalvorstellung werden eher als Bedrohung, denn als Chance wahrgenommen.

Eine Reflexion der dominanten Heterogenitätsdiskurse innerhalb der Hochschulen ist daher angezeigt. Zudem ist die analytische Frage zu stellen, welche Wirkung verschiedene Typen von Heterogenitätskriterien (manifeste, also unmittelbar „messbare“ Kriterien, wie das Geschlecht vs. latente Kriterien, die sich einer unmittelbaren Messung entziehen, wie etwa die verschiedenen Lernstile) auf den Studienerfolg haben. Im Beitrag werden die in diesem Zusammenhang geführten Diskurse nachgezeichnet.

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